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Igitt, Montagmorgen – das beste daran sind doch buchfresserchens Fragen. Heute: Warum bloggt ihr?

Tinte | Feder | Schwert ist nicht mein erster Versuch, meine Meinung in die Hallen des Internets zu schreien. Vor langer, langer Zeit hatte ich schon mal einen Blog, den ich um ein Haar reaktiviert hätte, als ich wieder Lust aufs Bloggen bekam. Glücklicherweise habe ich mich dagegen entschieden. Ich möchte glauben, dass ich mich in den Jahren, in denen ich nicht gebloggt habe, ein wenig weiterentwickelt habe und inzwischen mit einer anderen Einstellung an viele der Themen herangehe, die ich hier behandle.

Aber warum blogge ich überhaupt? Ich habe im Laufe des letzten Jahres festgestellt, wieviel Spaß es machen kann, ein Werk (ob Text, Film, Serie, Spiel, …) auseinanderzunehmen und sich anzugucken, wie es funktioniert oder warum es funktioniert. Irgendwann hatte das den Punkt erreicht, an dem ich das nicht nur für mich selbst machen, sondern meine Überlegungen auch zur Diskussion stellen wollte.

Im Kern hatte ich zwei Motivatoren/Inspirationen für meine Begeisterung. Einerseits habe ich eine kleine Gruppe von Freunden gefunden, mit denen ich im letzten Jahr einige gute Serien geguckt habe. Die Diskussion über die oben genannten Fragen entwickelte sich aus diesen DVD-Abenden. Wir haben Jessica Jones geguckt, True Detective und befinden uns momentan auf einem Durchlauf durch Game of Thrones, das einer von uns noch nicht gesehen hat. Der normale Ablauf so eines Abends besteht in der Regel aus der Absicht, x Folgen zu schaffen, nur um dann die Hälfte der Zeit zu verquatschen.

Der zweite wichtige Faktor für meine Entscheidung ist Talking Simulator, ein Diskussionsstream der tollen Crew von loadingreadyrun, die ursprünglich mal als Internet-Comedytruppe angefangen, seitdem aber auch viele andere Sachen gemacht haben. In Talking Simulator machen zwei von ihnen genau das, was ich mit meinem (noch recht untervölkerten) „Unter der Lupe“-Segment vorhabe: Sie schauen sich an, was an einem Spiel funktioniert, warum es funktioniert, was es besonders macht, wie man davon lernen kann und welche Dinge eigentlich als selbstverständlich genommen werden und deshalb unabsichtlich sogar Weiterdenken verhindern können.

Und natürlich blogge ich, weil ich die Dinge, über die ich hier schreibe, von ganzem Herzen liebe. Kreativität fasziniert mich und das Sezieren von Medien, die mich begeistern finde ich nicht nur unterhaltsam (Neeeeeeeerd!), ich möchte auch meinen, dass ich davon für mein eigenes Schreiben viel lernen kann.

Ich bin gespannt auf eure Antworten und Antriebe zum Thema Bloggen.

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7 Gedanken zu “Montagsfrage: Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?

  1. Hey =)

    Ich sehe, nach meiner Blogpause, auch viele Dinge anders und habe mir vor zwei Jahren noch viel zu viel Druck gemacht, mir Dinge zu sehr zu Herzen genommen. Besonders unfreundliche Kommentare oder auch gar keine Kommis haben mich immer sehr getroffen. Heute stehe ich darüber, auch wenn ich unhöfliche oder patzige Wortgewalten immer noch nicht leiden mag.

    Ganz liebe Grüße
    Katie♥

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    1. Mit solchen Kommentaren habe ich glücklicherweise (bisher?) keine Erfahrungen gemacht. Selbst als ich noch auf literatopia aktiv(er) war, wo deutlich mehr Kommunikation stattfindet als etwa hier, ist mir das eigentlich nur einmal untergekommen.

      Hoffe, du hast damit nicht allzu oft Probleme. So etwas kann einem die Freude an etwas nehmen, das man eigentlich gerne macht.

      Liebe Grüße,
      pw

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  2. Hallo 🙂
    Zum Buchblog bin ich über andere Blogger gekommen. Ich habe mich irgendwann gefragt, warum ich eigentlich nicht längst über Bücher blogge, wo dieses Thema doch bereits einen so großen Raum in meinem Leben einnimmt. Vor wenigen Monaten war es dann bei mir so weit. Hier geht es zu meinem Beitrag.
    LG Yvonne

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    1. Hallo Yvonne,

      im Grunde hätte ich das sicher auch noch erwähnen können. Bei mir sind es nicht unbedingt Blogger per se, sondern auch der Austausch in Foren, wie meiner (vernachlässigten) Internetheimat auf literatopia.de. Die Uni hat auch viel zu meinem Interesse an Texten beigetragen, weil man doch viel über das Schreiben lernt. Ich erinnere mich an ein großartiges Seminar zum amerikanischen Postmodernismus (der kein Genre ist, in dem ich wirklich schreibe – wobei „Genre“ vielleicht sogar die falsche Bezeichnung ist), der ja nun mal das Auseinandernehmen von früheren Texten und Neustrukturieren in bisher nicht Dagewesenem zum Fokus hat. Dieses Bewusstsein, wie ein Text auf der wirklich untersten Ebene funktioniert, ist für mich als Schreiberling immer wieder nützlich gewesen.

      Liebe Grüße,
      pw

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  3. Ich habe auch schon überlegt auf meinem Buchblog einige Serien vorzustellen, weil ich auch super gerne Serien schaue und über Theorien diskutiere etc. Bisher habe ich das noch nie versucht, mal sehen wann und ob das umgesetzt wird.
    Mein Buchblog ist für mich eine Art, meine Liebe zu Büchern auszudrücken und mich auszutauschen, weil ich in meinem Freundeskreis kaum Lesebegeisterte habe und es hat mir einfach gefehlt, mich zu unterhalten.

    Liebe Grüße!
    Anna

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, die Lesebegeisterten (und Schreibbegeisterten) fehlen mir auch. Ein guter Freund, mit dem ich immer über so etwas reden konnte, ist vor Jahren leider weggezogen und so gerne ich Mails mit ihm austausche, ist das doch was anderes.

      Habe aber (wie der Text ja auch sagt) ein paar Freunde hier gefunden, die ziemlich film-/Serienbegeistert sind, was ziemlich großartig ist.

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  4. „Ich habe im Laufe des letzten Jahres festgestellt, wieviel Spaß es machen kann, ein Werk (ob Text, Film, Serie, Spiel, …) auseinanderzunehmen und sich anzugucken, wie es funktioniert oder warum es funktioniert.“ – ich habe das vor vier Jahren festgestellt, aber das ist etwas, was ich mich auch antreibt. Ich mache das nicht en detail, aber ich sehe mich als „mehr als Zuschauer“, als jemand, der seine Gedanken nicht nur im kleinen Kreis bespricht, sondern der Welt zeigt. Das macht mir viel Spaß! Genauso wie die Montagsfrage 😛

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