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Montagmorgen, etwas später als sonst. Aber immerhin läuft der Rechner wieder. Heute fragt buchfresserchen uns, welche fünf Eigenarten oder Verhaltensweisen – vom Lesen abgesehen – die Einwohner der Blogosphäre als Bücherwürmer ausweist.

Eine sehr gute Frage, die mich gewaltig zum Nachdenken bringt. Ein paar Antworten fallen mir leicht, aber fünf Stück …? Das ist eine Hausnummer. (Was genaugenommen auch für zwölftausendsiebenunddreißig gilt.)

  1. Manche Leute nehmen überall hin einen Regenschirm mit, für den Fall, dass das Wetter umschlägt. Ich habe immer ein Buch dabei, für den Fall, dass Langeweile eintritt, Wartezeiten anstehen, Leute mit mir reden wollen, wenn ich nicht mit ihnen reden will – oder ich einfach nur grund- und ausredenlos lesen möchte. Bücher sind Inseln und manchmal muss ich mich auf einer für einen Moment der Ruhe niederlassen.
  2. Buchhandlungen können nicht unbesucht bleiben. Wir waren vor einiger Zeit in London. Tolle statt, tolle Sehenswürdigkeiten, wohin man auch geht, man geht auf geschichtsträchtigem Boden. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen: Nichts hat mich so sehr begeistert, wie die Buchhandlungen – groß und klein – deren Auswahl gerade im Genrebereich jede deutsche Buchhandlung in den Schatten stellt.
  3. Ich bewerte Leute anhand der Bücher, die sie in ihren Wohnzimmerregalen stehen haben. Immerhin sind das die Bücher, die man Gästen zeigen möchte. Ich bin in der Hinsicht ein ganz furchtbarer Geschmacksfaschist und rümpfe gerne mal die Nase, wenn da nichts steht außer Selbsthilfebüchern, der Bohlen-Biographie, einem Bestseller, einem „Klassiker“ und Fifty Shades of Domestic Abuse. Nicht meine beste Charaktereigenschaft …
  4. Wenn ich ein Buch mag, kann ich mich so sehr dafür begeistern, dass es alle Aspekte meines Lebens infiltrierte. Beim Versuch es zu empfehlen werden meine Argumente zusehend konfuser, während irgendeine Drüse in meinem Köprer mehr und mehr waffenfähige Begeisterungshormone ausschüttet, bis ich am liebsten jede Person im Umkreis an einen Stuhl fesseln und erst nach vollständiger Lektüre wieder freilassen möchte.
  5. Ich habe immer das Gefühl, viel zu wenig zu lesen, obwohl das objektiv wohl eher nicht der Fall ist.
  6. (Bonus) Mein Traumhaus ist eher eine vage Vorstellung, von der gigantischen Bibliothek mit Balkonen und Leitern abgesehen, in der ich mich jetzt schon mit geschlossenen Augen zurechfinden könnte.
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5 Gedanken zu “Montagsfrage: Fünf Eigenarten, die dich als Bücherwurm auszeichnen

  1. Huhu,

    der letzte Punkt ist eine schöne Vorstellung, aber ein Bücherzimmer würde mir wohl reichen. Dafür hab ich aber glaub ich immer noch zu wenig Bücher und wir müssten auch erst mal einen Raum extra heizen und renovieren. Vorerst reichen mir die Bücherregale in meinem Zimmer.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/10/24/montagsfrage-52-fuenf-eigenarten-ausser-lesen-was-euch-als-buecherwurm-auszeichnet/

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

  2. Huhu 🙂

    Punkt 4 gefällt mir am besten. Kenn ich. Leider neigen die Begeisterungshormone dazu, sich bei mir auf den Sprachapparat auszuwirken. Stottern und verhaspeln sind keine Seltenheit, weil ich einfach nicht schnell genug alles hervorsprudeln kann, was mir gefällt. 😀

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 1 Person

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