Mit etwas Verspätung folgt das Update zur zweiten Woche des NaNoWriMo. Keine Sorge, ich bin noch dabei und auch wenn ich längst nicht so viele Worte zusammenbekomme wie manch andere(r), bin ich immer noch auf Kurs zur Fünfzigtausend.

Noch zu Beginn der Woche gab es bei mir Startschwierigkeiten und einige Verzögerungen, nach denen ich zwischenzeitlich einen Rückstand von zwei Tagesrationen an Geschriebenem hatte, bin ich jetzt derart gut dabei, dass ich bereits einen kleinen Puffer fürs kommende Wochenende bereitliegen habe, an dem ich nicht wirklich zum Schreiben kommen werde.

Die erzwungene Pause kommt dabei nicht ungelegen. Die Handlung von Ein Haus der Knochen lässt sich grob in zwei Abschnitte unterteilen, von denen ich den ersten gestern abgeschlossen habe. Natürlich stehen später noch Überarbeitungen an und ich habe bereits eine Liste an Änderungen und Erweiterungen im Kopf, die ich dann umsetzen werde, aber von der grundlegenden Struktur der Handlung ist die erste Hälfte meiner Novelle nun fertig. Vieles von dem was passiert ist, entspricht meiner ursprünglichen Planung, aber den Weg von einem Eckpunkt zum nächsten zu finden, war ein spannendes, teils auch frustrierendes Abenteuer. Viele Details haben sich dabei organisch während des Schreibens ergeben und aus dem Skelett meiner Planung etwas (hoffentlich) lebendiges und atmendes gemacht. Für die zweite Phase muss ich allerdings noch etwas konkretere Planung betreiben. Vieles hängt mit Problemen zusammen, wie ich sie im ersten NaNoWriMo-Update beschrieben habe: Welche Kausalitäten bedingen die einzelnen Ereignisse, welche Reihenfolge erzwingen diese Kausalitäten und umgekehrt? Was passiert zwischen den Eckpunkten?

Diese Fragen wollen zumindest grob geklärt sein, ehe ich mich ans eigentliche Schreiben mach. Auch müssen meine Protagonistin und ich einen Moment der Ruhe nach den aufwühlenden Ereignissen der ersten Hälfte finden.

Zum Planungsprozess zählt in diesem Fall auch zwei Dinge, die ich seit geraumer Zeit vor mir her schiebe. Zum einen muss ich mehr nähere Gedanken über die Natur der Magie in meiner Geschichte machen, selbst wenn diese nie explizit in der Geschichte auftauchen werden. Um aber Widersprüche oder dei ex machina zu vermeiden, sollte ich wissen, welchen Regeln die subtile Magie in Ein Haus der Knochen folgt, um sie nicht später versehentlich zu brechen. Zum anderen muss ich mir Gedanken über die Struktur einer Stadt machen, die in der Handlung gar nicht selbst auftaucht, aber in der zweiten Hälfte durchaus Einfluss auf meine kleine Taverne des Grauens hat. Das beinhaltet das politische System, die Religion, die aktuelle politische Lage, Fraktionen, Ideologie, Weltanschauungen und dergleichen mehr. Selbst wenn also die Tastatur an diesem Wochenende etwas ruhen wird, spukt mein Knochenhaus also weiterhin in meinem Kopf herum.

Aktueller Stand für Ein Haus der Knochen sind 31051 Worte, beziehungsweise 170479 Zeichen. Es ist viel passiert, darunter auch viel Leid, aber beiderseits des noch zu beschreitenden Weges warten tiefe Schatten.

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Ein Gedanke zu “NaNoWriMo-Update II: Die zweite Woche

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