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Mal wieder eine Montagsfrage von buchfresserchen: Liest du nur Romane oder auch Comics und dergleichen?

In erster Linie lese ich Romane, allerdings gibt es auch eine Handvoll Comics und dergleichen, die ich verfolge. Wie das hier bereits vorgestellte Broodhollow, handelt es sich dabei zumeist um Webcomics. Mit „echten“, gedruckten Comics oder Graphic Novels habe ich bisher noch nicht in nennenswertem Maße auseinander gesetzt. Ich besitze zwar ein paar gebundene Ausgaben der Graphic Novel zu Stephen Kings Der dunkle Turm, darüber hinaus fehlt mir allerdings einfach der Überblick über das Medium um einen Ansatzpunkt zu finden ohne eine Menge Fehlkäufe zu tätigen.

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Vielleicht ist das auch der Grund für meine Neigung zu Webcomics: In der Regel sind diese frei verfügbar und viele haben inzwischen eine Qualität erreicht, die den gedruckten Versionen in Nichts nachsteht.

Abgesehen von Broodhollow gehört das fantastische Kill Six Billion Demons mit seinem detailverliebten Stil, der faszinierenden, absolut fremden Welt und dem dunklen Humor aktuell zu meinen absoluten Favoriten.

Und dann gibt es da noch die kleine Ausnahme: Don Rosas Sein Leben, seine Milliarden ist das eine Comicbuch, zu dem ich immer wieder zurückkehre.

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Nicht nur, weil ich glückliche Kindheitserinnerungen mit Dagobert Ducks Biographie verbinde, sondern auch, weil es ein grandios gezeichneter und erzählter Comic mit viel Liebe für seine Welt, seine Charaktere und sein Medium ist.

„Medium“ ist überhaupt ein gutes Stichwort. Ein guter Comic, bzw. eine gute Graphic Novel ist nicht nur dieselbe Geschichte, die ein Roman erzählen könnte, nur mit Bildern unterlegt, sondern tut Dinge, die Worte auf Papier alleine nicht erreichen könnten. Da spielen Bild und Wort einander den Ball zu, da erzählt eine Zeichnung ohne eine einzige Sprechblase einen eigenen Teil der Handlung. Das Bild dient dabei nicht dazu, dem Leser die Vorstellungsarbeit abzunehmen.

Für mich sind Comics und Romane daher keine einander gegenübergestellten Werke, sondern im Idealfall komplett andere Medien.

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2 Gedanken zu “Montagsfrage: Nur Romane oder auch Comics?

    1. Okay, vielleicht habe ich mich da (mal wieder) etwas unklar ausgedrückt.
      Was ich meine: Ein Comic/eine Graphic Novel ist nicht bloß einfach eine Variante eines reinen Textes plus Bilder. Bilder sind essentieller Bestandteil des Comics. Das heißt, das Bild erfüllt nicht die Funktionen von Wörtern, nur anders, sondern kann ganz eigene, dem Medium exklusive Funktionen erfüllen.
      Die Zeichnung eines Charakters in einem Comic ist keine Interpretationshilfe für die Beschreibung eines Charakters, die hypothetisch irgendwo existiert, sondern IST die Beschreibung des Charakters. Die Art, wie der Charakter gezeichnet ist, in welchen Kontext er gesetzt und welche Farben, Linien, Perspektiven, etc. verwendet werden, sagen etwas über den Charakter aus, ohne die Mittel eines reinen Textes zu benutzen.

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